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Charta

Ziele der Allianz
Menschenwürde und individuelle Entwicklung sind zentrale Werte europäischer Kultur. Zu ihrer Entfaltung haben seit über 80 Jahren die Initiativen der angewandten Anthroposophie Rudolf Steiners beigetragen. Vor allem auf den Gebieten der Landwirtschaft, der Pädagogik, der Heilpädagogik und der Medizin sind menschenwürdige Lebensformen von hoher Qualität und weltweiter Ausstrahlung entstanden. Diese für die Bürger Europas rechtlich zu sichern und als Beitrag für die Gestaltung Europas weiter zu entwickeln, ist Aufgabe dieser Allianz.

Das Recht auf individuelle Entwicklung bedarf für den einzelnen Bürger in der europäischen Wirklichkeit nicht nur der Wahlfreiheit, sondern auch der Wahlmöglichkeit: Eltern müssen für ihre Kinder die Bildungseinrichtungen entsprechend ihrer erzieherischen Überzeugung wählen können. Jeder soll die medizinische Betreuung und die Art der Ernährung für sich in Anspruch nehmen können, die seiner Lebensweise entspricht. In Europa dürfen die Grund- und Menschenrechte nicht zum Nachteil dieser Kulturinitiativen eingeschränkt werden. Die Allianz stellt die Weichen dafür.

Hierfür sind Rahmenbedingungen erforderlich, die die Vielfalt der Ansätze zu individueller Lebensweise mit ihren Einrichtungen und Entwicklungen ermöglichen und unterstützen. Der Pluralismus der wissenschaftlichen Methoden und die Freiheit in Forschung und Lehre müssen gewährleistet sein. Ebenso bedürfen die Freiheit der Berufswahl sowie die Freiheit der Ausbildung der gesellschaftlichen Pluralität.


Arbeitsweise und Tätigkeiten der Allianz
Wir, die Träger dieser Allianz, vereinbaren unsere Zusammenarbeit auf der Grundlage einer Solidarität von Initiativen. Der Zusammenschluss eröffnet uns gegenseitige Unterstützung in unseren jeweiligen europabezogenen Vorhaben und Aktionen. Unser Ziel ist die Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfeleistung mit Integrität und Transparenz. So können die notwendigen Initiativen auf den verschiedenen Lebensgebieten mit größtmöglicher demokratischer Unterstützung, geringem administrativem Aufwand und hohem kommunikativen Bewusstsein verwirklicht werden.

Wir werden weiterhin Einfluss auf die Entwicklung der europäischen Politik und Rechtsetzung nehmen und die bestehenden Kontakte zu den europäischen Institutionen unterhalten und ausbauen.

Wir sind ein integrierter Bestandteil der Zivilgesellschaft auf europäischer Ebene mit dem Ziel einer möglichst umfassenden Netzwerkbildung mit Organisationen ähnlicher Zielsetzung.

Wir beteiligen uns aktiv an der Öffentlichkeitsarbeit und wirken im Rahmen unserer Möglichkeiten an Konferenzen, Seminaren und Workshops mit, die den Zielen der Allianz entsprechen.

Wir suchen Partner in Kultur, Wirtschaft und Politik, um unsere Ziele weiter zu fördern. Wir suchen die Zusammenarbeit mit Institutionen, Verbänden und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die unser Engagement für die nachhaltige Sicherung der Freiheitsrechte und für mehr Lebensqualität und Entfaltungsraum für jeden Einzelnen teilen. Wir möchten mit ihnen Positionen erarbeiten und Initiativen unterstützen, die es ermöglichen, die weitere Entwicklung Europas im Sinne der genannten Ziele mitzugestalten.
Die die Allianz als Ganzes betreffenden Beschlüsse werden im gegenseitigen Einvernehmen der Träger gefasst. Das Sekretariat befindet sich bis zur Übersiedlung nach Brüssel bei der
Förderstiftung Anthroposophische Medizin in Dornach (Schweiz).


Mitgliedschaft der Allianz
Die Mitgliedschaft umfasst die Träger der Allianz, die sich in Solidarität zusammenschließen, sowie die fördernden Mitglieder.

Die Träger der Allianz sind die auf europäischer Ebene tätigen Verbände und Institutionen angewandter Anthroposophie, die im Sinne der genannten Ziele aktiv für die Sicherung der Grund- und Menschenrechte, für soziale Selbstbestimmung, für kulturelle Vielfalt und damit für mehr Lebensqualität in der europäischen Rechtsentwicklung eintreten. Die Träger entwickeln als die führenden Mitglieder die Tätigkeiten der Allianz und setzten sie um.

Förderndes Mitglied der Allianz kann jede natürliche oder juristische Person, Organisation und Institution werden, die die anthroposophischen Kulturinitiativen fördern und zu ihrer Unterstützung ideelle und/oder finanzielle Beiträge leisten will. Fördernde Mitglieder werden regelmäßig über die Aktivitäten der Allianz informiert und tragen gegebenenfalls zur Umsetzung einzelner Projekte und Aktionen bei. Dem fördernden Mitglied erwächst aus der Mitgliedschaft keinerlei finanzielle Verpflichtung, es sei denn, das Mitglied hat eine solche ausdrücklich selbst übernommen.

Die Träger und Erstunterzeichner der Allianz sind:

AEFMUTA, Association Européenne des Fabricants de Médicaments utilisés en Thérapeutique Anthroposophique, Huningue; Nand de Herdt.

Demeter International e.V. , Darmstadt; Dr. Andreas Biesantz

ECCE, European Co-operation in Anthroposophical Curative Education and Social Therapy, Zeist; Bernard Heldt.

ECSWE, European Council for Steiner Waldorf Education, A.I.S.B.L, Brüssel; Christopher Clouder.

EFPAM, European Federation of Patients’ Associations for Anthroposophic Medicine, Leidschendam; René de Winter.

FAM, Förderstiftung Anthroposophische Medizin, Dornach; Dr. med. Michaela Glöckler.

gesundheit aktiv anthroposophische heilkunst e.V., Bad Liebenzell; Heidrun Loewer.

IBDA, Internationaler Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft, Arlesheim; Nikolai Fuchs.

IKAM, Internationale Koordination Anthroposophische Medizin, Dornach; Dr. med. Jürgen Schürholz.

IVAA, Internationale Vereinigung Anthroposophischer Ärztegesellschaften, Dornach; Dr. Günther Schulz, Dr. med. Peter Zimmermann.


Die fördernden Mitglieder der Allianz, die bei der Gründung anwesend waren, sind:
Institut Anthroposophique Rudolf Steiner, Brüssel; Dr. Jürgen Erdmenger.
Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie, Dornach; Dr. Rüdiger Grimm.
Dr. med. Giancarlo Buccheri, ehemaliger Präsident der IVAA, Dornach.
Christof Wiechert, Dornach.

Brüssel, den 29.06.2006

Die Träger und fördernden Mitglieder danken jedem, der diese Charta zur Kenntnis nimmt und durch Teilnahme an der Unterschriftensammlung dazu beiträgt, die politische Wirksamkeit der Allianz zu bekräftigen.

 



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