Die Europäische Kooperation für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie (ECCE) ist eine Nicht-Regierungs-Organisation, die sich für Menschen mit Behinderungen einsetzt. Sie wurde im Jahre 1992 von Mitgliedern der Internationalen Konferenz für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie  in den Niederlanden mit dem Ziel gegründet, Menschen mit Behinderungen – insbesondere diejenigen, die sich nicht selbst vertreten können – auf europäischer Ebene zu vertreten. Die ECCE hat 29 Mitgliedsorganisationen: Angehörigenverbände und Organisationen von Fachleuten und Ausbildern, die auf der Grundlage der anthroposophisch orientierten Heilpädagogik und Sozialtherapie arbeiten. Durch ihre Mitglieder werden ca. 400 Organisationen in 19 Ländern in Europa repräsentiert.

Kooperationen mit anderen Organisationen
Die ECCE war Gründungsmitglied und ist jetzt eine Vollmitgliedsorganisation des Europäischen Behindertenforums (EDF). Dieses Forum wurde 1997 mit dem Ziel gegründet, die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen in Europa (etwa 50 Millionen) voranzutreiben und ihre Grundrechte zu stärken. Darüber hinaus ist die ECCE außerordentliches Mitglied von Inclusion Europe, einem Dachverband von Elternvereinigungen zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft. Für die Lebens- und Arbeitsgemeinschaften ist die ECCE Mitglied der EASPD (European Association of Service Providers for Persons with Disabilities). Die ECCE ist ausserdem Mitglied der Internationalen Konferenz für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie, Medizinische Sektion, Goetheanum, Dornach.

Zusammenarbeit mit anderen europäischen Organisationen
Über die Beteiligung in europäischen Organisationen wie dem EDF, Inclusion Europe oder EASPD bringt sich die ECCE auf europäischer Ebene in Diskussionen über politische Strategien zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderungen ein und wirkt bei der Erstellung von Berichten und Materialien mit. Die ECCE unterstützt ihre Mitglieder außerdem in der Wahrnehmung von Fördermöglichkeiten für Projekte auf europäischer Ebene (z.B. das Lifelong Learning Programm der EU).

Unser Hintergrund
Wir gehen die Herausforderung an, uns im Dialog mit den europäischen Behörden für die nachhaltige und gegenseitige Inklusion von Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Das tun wir, weil wir wissen, dass es möglich und machbar ist: Wir praktizieren es jeden Tag.

  • In Wohngruppen, im gemeindeintegrierten Wohnen o.ä.: einige hundert Organisationen, die sich an Rudolf Steiners Anthroposophie orientieren, bieten schon jetzt Lebensbedingungen und Unterstützungsleistungen, die an den individuellen Bedürfnissen und den Wünschen von Menschen mit Behinderungen ausgerichtet sind.
  • Diese Organisationen bieten Menschen mit Behinderungen Schulbildung, weitere Aus- und Fortbildung sowie Arbeitsmöglichkeiten, die sich an ihren Fähigkeiten orientieren. Sie machen reichhaltige soziale, kulturelle und künstlerische Angebote, an denen jede/r teilnehmen kann.
  • Anerkannte Ausbildungszentren in verschiedenen Ländern bilden Fachleute in Studiengängen aus, die Theorie, Praxis und künstlerische Entwicklung verbinden.

Vor mehr als 80 Jahren (1924) wurde die erste heilpädagogische Einrichtung in Deutschland auf der Grundlage der Anthroposophie eröffnet. Hier fanden entwicklungsverzögerte und verhaltensauffällige Kinder einen Ort zum Leben und Lernen. Dies war der Anfang einer weltweiten Bewegung: seither sind viele heilpädagogische (für Kinder) und sozialtherapeutische Einrichtungen (für Erwachsene) begründet worden, in Europa etwa 400. Weltweit gibt es heilpädagogische und sozialtherapeutische Arbeit in fast 50 Ländern. Das Ziel der Heilpädagogik und Sozialtherapie ist es, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit besonderen Bedürfnissen die Gelegenheit für eine individuelle Entwicklung zu bieten, ihnen zu helfen, in Würde und Selbstbestimmung zu leben, ihre Inklusion in die menschliche Gemeinschaft und Gesellschaft zu fördern und ihren Beitrag für die Gesellschaft sichtbar werden zu lassen. Es hängt von unseren grundlegenden Überzeugungen und Perspektiven ab, wie wir Menschen mit besonderen Bedürfnissen begegnen. So steht Behinderung in einem besonderen sozialen Zusammenhang, der fördern oder hindern kann. Daher ist die soziale Integration eine der grundlegenden Aufgaben der Heilpädagogik und Sozialtherapie.

Kontakt
ECCE
P.O. Box 560
3700 AN Zeist    
Niederlande
Tel.: +31 30 694 55 40 
E-mail: info@ecce.eu
www.ecce.eu

 


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